Angstspirale durchbrechen

Es ist wieder einer dieser Momente, mein Körper wird starr und fängt an zu schwitzen. Da ist sie mal wieder die Angst vor etwas, was ich eigentlich schon oft gemacht habe. Jedoch manchmal packt sie mich einfach und zieht mich mit voller Kraft aus dem hier und jetzt.

“Ich mache das nicht mehr mit!” Ich werde wütend auf mich selbst, da ist dann wieder dieser Moment indem ich handlungsunfähig bin, alles was ich weiß ist das ich eine unheimlich große Stärke und Willenskraft habe. Ich sage Nein zur Angst, ich stelle mich der mehr oder weniger bedrohlichen Situation und gebe nicht nach. Vielleicht verlasse ich die Situation kurz um mich wieder ins Hier und Jetzt zu holen, vielleicht kann ich es auch einfach tun und mein eigenes Tempo wählen. Nicht nur vielleicht sondern ich bin mir sicher das ich das kann.

Ich visualisiere das ich diese Situation schon mal geschafft habe, oft mache ich das schon in der Vorbereitung. Denn ich habe gelernt was passiert wenn ich mich nicht vorbereite. Ich werde wieder wütend und danach ganz schnell sehr traurig. Ich nehme an euch ist es auch schon mal so gegangen, ob ihr es gemerkt habt könnt ihr aber nur selbst beurteilen.

“Ich habe keine Angst mehr vor der Angst”, “Angst ist kein guter Ratgeber.” “Angst macht es einem schwer noch zu reagieren.” Das sind alles Sätze die mir dann in den Kopf kommen, ich habe den Schalter umgelegt und das Spiel verändert. Viele kleine und große Momente haben mich Energie gekostet, jedoch habe ich gelernt wie ich das wieder richtig ausgleichen kann.

Sich erden

Meine neue Gewohnheit ist es mich so oft es geht in die Natur zu begeben, spazieren gehen, Meditieren oder Tai Chi im Park sind für mich wunderbare Momente der Erdung. Ich bin achtsamer und liebevoller mit mir selbst, denn die Wutspirale ist die andere Seite der Angst-Medaille. Bewusst das Ziel zu haben, jetzt erst mal einfach nur Achtsam mit mir zu sein. Wie stehe ich ? Wo ist es in mir dunkel ? Wo ist mein Licht ? Nach dem Moment des “in mich gehens” gehe ich dann bewusst wieder nach außen: Was rieche ich ? Wie fühlt sich der Boden unter mir an ? Was höre ich ? Was sehe ich ?

Wechsel die Perspektive

Du bist nicht diese Angst, du bist nicht die Negativität, du bist nicht starr. Im Gegenteil du bist das Leben, die Kraft und der Glaube. Nimm den Moment der Angst an und lasse ihn los. Du entscheidest mit deinem Mindset was du willst, ein kleiner Tipp: Sei mitfühlend mit dir wenn es nicht auf Anhieb klappt, jeder hat sein eigenes Tempo und jeder hat die Chance das beste aus dem Moment zu machen. Beschäftige dich nicht damit was andere über dich denken, wenn du aus dem Supermarkt rennst ohne deinen Einkauf zu beenden. Beschäftige dich nicht damit was andere von dir denken wenn du gerade weinen musst. Finde lieber raus was da gerade aus dir raus gekommen ist.

Sei kein Frosch , verlasse die Froschperspektive. Sei kein Pfau , verlasse die Bewertungsschleife. Sei wie der Adler, finde dein Krafttier mit Visualisierungen und meditativen Übungen.

Kenne deinen Feind

Die Angst ist kein Unbekannter, also lade deinen Feind mal auf einen Tee ein und lerne ihn kennen. Sei dir um seine Stärken und Schwächen bewusst, stelle dich ihr zu deinen Bedingungen. Du bist der Spielführer in deiner inneren Mannschaft und die Angst hat ja auch einen Grund da zu sein, manchmal ist es nämlich ganz gut welche zu haben. Also frage dich immer ist die Angst rational begründet ?

Sei Achtsam und mitfühlend mit dir , werde zum Boss in deinem inneren Team und lasse dich nicht von ihr leiten. Dein Herz und dein Bauch helfen dir dabei wieder auf Kurs zu kommen, du darfst wieder üben sie wahrzunehmen.

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