Die vier Säulen der Liebe

Vertrauen, Offenheit, Wertschätzung, Loyalität

Der Alltag ist in jeder Beziehung anders, jeder ist anders und hat seine Eigenheiten. Die Kommunikation ist nicht immer leicht, manchmal hat man Phasen in denen man nicht so viel Zeit füreinander hat und da kann sich schnell etwas einschleichen. Unbewusstes Handeln und “zu wenig Geborgenheit” kein wirkliches miteinander sondern eher ein nebeneinander, da ist es schwierig sich auf den anderen auch wieder einzulassen. Mal wieder in Ruhe über dies und das zu reden, den Alltag mal verlassen und wieder eine Einheit sein. Eine Routine aus “funktionieren” und “müssen” kann zu einer Abwärtsspirale führen.

Geben und nehmen

Es ist schwierig ein Gleichgewicht zu halten, dafür sollten beide Partner sich einbringen – wenn nur einer immer gibt dann fühlt er sich nicht wertgeschätzt. Wertschätzung zu geben geht aber auch nur wenn man sich im Bewusstsein der Liebe befindet, das bedeutet man ist auf Augenhöhe. In vielen Partnerschaften ist das oft nicht der Fall, vielleicht hast du noch veraltete Rollenmodelle im Kopf. Anfangs ist die rosarote Brille da und macht es uns leicht über die kleinen Fehler des anderen hinwegzusehen, doch nach einiger Zeit fangen diese Sachen an uns zu nerven. Die Kommunikation verändert sich, manche hören auch komplett auf über ihre Bedürfnisse, Wünsche und Träume zu sprechen – der andere hört sowieso nicht mehr zu. Vorwürfe und Schuld machen es nur noch schwieriger den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen und manchmal enden Beziehungen in Schlammschlachten. Gib von beginn an Acht darauf das die innere Haltung der Liebe auch angenommen wird.

Offenheit – was ist das genau?

Manche Menschen behaupten gerne sie könnten nicht über Gefühle reden, sie kennen ihre Bedürfnisse nicht oder sie haben keine Träume mehr. Hier ist Selbstfürsorge gefragt, es muss nicht immer alles gemeinsam gemacht werden, jeder soll den Raum haben sich zu verwirklichen. Dafür ist es wichtig Achtsam mit sich selbst zu sein, auch mal nein zu sagen oder auch mal ja zu sagen – je nach Situation. Regelmäßig darüber zu sprechen und Herzgespräche zuführen ist ein Schlüssel für eine gute gemeinsame Zeit. Prüfe jedoch ob der andere das überhaupt kennt. Aus ungeliebten und verletzten Kindern werden manchmal sehr traurige Erwachsene, sie tragen eine selbst auferlegte Maske.

Sich öffnen

Wer sich regelmäßig die Zeit nimmt sich selbst zu erden, der merkt auch genau wie schwierig das ist, wenn der andere nicht mitmacht. Es ist wichtig über seine Bedürfnisse und Wünsche zu sprechen, dafür sollte man sich auch die Zeit nehmen diese auch wieder wahrzunehmen. Vor lauter Alltagssorgen um Geld, Sex und Macht vergessen wir manchmal das wir uns verbunden haben um Liebe und vertrauen zu fühlen.

Den andern so nehmen wie er/sie ist

In unserer leistungsorientierten Welt ist es nicht leicht jemanden ehrliches zu finden. Es ist schwer geworden, denn wir nehmen uns gar nicht mehr die Zeit die Liebe zu leben. Es geht oft nur ums Funktionieren und darum das noch irgendwelche Raten abgezahlt werden müssen oder ein neuer Job her muss, damit man noch einen größeren Fernseher kaufen kann. Verwerfe den Gedanken jemanden ändern zu wollen, bleibe in der Selbstfürsorge und bleibe bei dir.

Loyalität – eine Tugend

Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit sind Bausteine für ein gesundes Vertrauen, es macht keinen Sinn den anderen kontrollieren zu wollen – jedoch schleicht es sich ab und zu ein. Bleibe also Achtsam und bewusst mit deinem Partner und spreche an was dich stört. Die Bereitschaft die Augenhöhe beizubehalten gelingt nur wenn es beide Partner tun, besonders wenn die Meinungen und Einstellungen bei wichtigen Themen auseinander gehen. Schnell kann es sein das wir uns in Rage reden und gar nicht merken was die eigentliche Herausforderung ist. Fehlender Respekt und fehlende Wertschätzungen schaffen ein negatives Bewusstsein – jemanden auf dem falschen Fuß erwischen sagt man gerne mal daher. Wenn es sich häuft dann ist es besonders wichtig ein festes Ritual zu entwickeln und miteinander zu reden und besonders auch zuzuhören.

Nachtrag

Demut – Bitte denke immer daran das du in die Dankbarkeit wechselst und du bist nicht der Hausmeister der Liebe, bleib bei dir und akzeptiere das es nichts bringt umeinander zu kämpfen. Entweder hat man die gleichen Träume, Wünsche und Werte oder eben nicht. Achte darauf das du mit dir im Reinen bist und dich nicht aus den Augen verlierst. Früher oder später kommst du wieder an den Punkt nicht mehr über diese oder jene Brücke zu gehen zu können/wollen.

Akzeptanz und das Hier und Jetzt genießen ist besonders wichtig. Du bist auch nicht der Sklave des Haushalts, teilt euch große Aufgaben gemeinsam in kleine Teile ein. Löse dich von dem Druck immer perfekt sein zu wollen, löse dich aus Bewertungen und vergiss nie an dir zu arbeiten dich zu erforschen und zu reflektieren.

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