Shinto

Der Shintoismus ist in Japan verwurzelt, diese roten Torbögen hat man vielleicht schon mal gesehen. Diese „Shintō-Tore“ bedeuten einen Übergang in eine andere Welt. Von der Alltagswelt in eine bewusste Haltung zu wecheln und sich mit seinen Ahnen und der Natur zu verbinden.

Im Shintoismus weiß man schon lange das alles beseelt ist, Bäume und Berge genauso wie Möbel und Kleidung. Alles strahlt eine Energie aus, diese Energien werden hier geehrt.

Ein gutes Beispiel ist die zerbrochene Teekanne, hier wird sie reichlich verziert wieder repariert und in Ehren gehalten. Man sagt sogar das der Tee dann noch vollmundiger und aromatischer schmeckt. Ein weiterer zentraler Inhalt ist die Ahnenverehrung, man bleibt im Geiste verbunden und kann mit ihnen in der geistigen Welt über die Meditation kommunizieren. Das Wissen wurde erst sehr spät aufgegeben jedoch über viele Generationen weiter gegeben. Die Kamis, so nennt man die Geister der Verstorbenen, haben ihre eigenen Art mit den Menschen in Kontakt zu treten.

Die Legende…

…besagt, dass ein Bauer, dessen Feld nicht so recht gedeihen wollte, anfing davon zu träumen wie alles prächtig gedeiht. Zuerst verärgerte ihn das, weil trotz seiner intensiven Pflege passierte nur wenig im Garten. Als sein Vorrat fast aufgebraucht war, träumte er wieder von der gedeihenden Farm. Schweren Herzens beschloss er sie aufzugeben und ging in die Stadt um dort in einer Fabrik zu arbeiten. Nach einiger Zeit in der Stadt und der Fabrik bekam er wieder heftige Träume, er beschloss an seinem nächsten freien Tag raus aufs Land zu fahren. Der Frühling war schon lange rum und auch der Sommer neigte sich schon dem Ende. Er war auch sehr erschöpft und müde aber er wollte die Reise wagen. Als er dann in Richtung seiner alten Hütte kam, entdeckte er schon von weitem das es hier so prächtig aussah, so wie er es sich einst erträumt hatte. Als er näher heran gekommen war fand er überall Früchte, blühende Pflanzen, singende Vögel, und summende Bienen. Das alles hier war wirklich wie in seinem Traum, und dann setzte er sich auf die Veranda und beschloss zu bleiben.

Als die Weihnachts Zeit gekommen war, wollten ihn seine Kinder besuchen fahren. Doch er ging nicht an sein Telefon, seine Tochter beschloss ihn in der Stadt zu besuchen und sie stellte fest, dass seine seine Wohnung aufgebrochen war. Alles war verwüstet und von ihrem Vater war keine Spur, beunruhigt informierte sie erst ihre Geschwister, dann beschlossen sie zur Polizei zu gehen und meldeten ihren Vater als vermisst. Einen Tag vor Heiligabend setzten sich die Kinder ins Auto und fuhren raus zu der alten Hütte, sie sahen das der Garten sogar im Winter belebt war, eine zarte Schneedecke überzog alles ganz leicht. Fusspuren fanden sie nicht und als sie kurz vor dem Haus waren, hörten sie plötzlich ein Geräusch und eilten darauf hin zur Tür. Als sie die unverschlossene Tür öffneten sahen sie das lächelnde Gesicht ihres Vaters, der gerade die Teller auf den Tisch stellte, wohlwissend das seine Kinder kommen werden.

Die Verbindung zu Allem und mit Allem ist universell, wir sind alle eines, alles ist Liebe, alles ist Energie.

Hast du es bemerkt ?

In meiner Legende geht es ja letzten Endes darum das sich die Familie dann aus Sorge heraus an Weihnachten trifft. Eigentlich wird Weihnachten aber in Japan noch gar nicht so lange gefeiert, eigentlich geht es um das Neujahrsfest. Wir verbinden jedoch mehr mit Weihnachten.

Link zum Wikipedia Eintrag zum Thema Shintoismus enthält weitere Informationen.

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